Altersbeschränkung für Energy-Drinks?


Grüne fordern Verkaufsverbot
Altersbeschränkung für Energy-Drinks?

Bei Jugendlichen sehr beliebt, aber alles andere als harmlos: Energydrinks erhöhen nachweislich den Blutdruck und könnten außerdem das Risiko für Herzrhythmusstörungen steigern. Die Grünen sprechen sich deswegen für ein Verkaufsverbot an Jugendliche unter 16 Jahren aus.

Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus

Damit Energy-Drinks auch halten, was sie versprechen, steckt in ihnen eine Menge nicht ganz unbedenklicher Inhaltsstoffe, darunter hohe Konzentrationen an Zucker, Koffein und Taurin. Wissenschaftler der Thomas J. Long School konnten bei Versuchen mit zwei Energy-Drinks zeigen, dass diese bei 34 gesunden Probanden zwischen 18 und 40 Jahren zu einem signifikant höheren Blutdruckanstieg führten als ein Vergleichsgetränk. Auch das sogenannte QT-Intervall des Herzens verlängerte sich deutlich. Das QT-Intervall wird mit Hilfe des EKGs gemessen und ist ein Parameter für die Regelmäßigkeit des Herzschlags. Ist das QT-Intervall verlängert, erhöht sich das Risiko für Herzrhythmusstörungen.

Herzklopfen und Muskelzittern

Ganz praktisch zeigen sich die Nebenwirkungen der Energydrinks meist nach dem Genuss von mehr als einem Liter. Dann treten Herzklopfen, Muskelzittern, Übelkeit und Angstzustände auf. Ein so hoher Konsum ist für Jugendliche dabei keine Seltenheit. Es wird davon ausgegangen, dass jeder 10. Jugendliche zu bestimmten Anlässen über einen Liter der Drinks zu sich nimmt. Besonders gefährlich sind die Auswirkungen für alle, die bereits im Vorfeld ein geschädigtes Herz hatten.

Widerstand aus der CDU

Die CDU spricht sich gegen den Vorschlag der Grünen aus, den Zugang zu Energy-Drinks zu beschränken. Gitta Connemann, Vizechefin der Unions-Bundestagsfraktion, sagte dazu gegenüber dem Handelsblatt: „Was käme dann als nächstes? Kaffee?“. Zum Vergleich: Laut Bundesinstitut für Risikobewertung enthält die durchschnittliche 250ml Dose Energy-Drink 80mg Koffein. Eine 200ml Tasse Filterkaffee liegt bei etwa 90mg. Die enthält allerdings keine weiteren bedenklichen Inhaltsstoffe wie Taurin oder hohe Zuckerkonzentrationen.


Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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