Macht Verdrängung wirklich krank?


Freud auf den Prüfstand gestellt
Macht Verdrängung wirklich krank?

Wer unangenehme Gefühle permanent unterdrückt, wird über kurz oder lang krank. Diese Theorie stammt von Sigmund Freud – dem Vater der Psychoanalyse. In der Alltagspsychologie ist diese Theorie fest verankert, wissenschaftlich beweisen lässt sie sich aber nicht. Das behaupten Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Kranke Psyche – kranker Körper

Ob Menschen, die negative Gefühle vermeiden, häufiger unter körperlichen Krankheiten leiden als andere, ist bislang nicht bewiesen. „Die Forschung zum direkten Zusammenhang zwischen der Verdrängung negativer Emotionen und dem Auftreten physischer Symptome und Beschwerden beruht bisher auf vielen teils widersprüchlichen Einzelbefunden“, erklärt Psychologe Franz J. Neyer von der Universität Jena diese Forschungslücke.

Um Freuds Theorie zu überprüfen, trugen die Jenaer Forscher sämtliche weltweit verfügbaren Informationen zusammen: Ergebnisse von Studien, die den Zusammenhang zwischen Krankheiten und Verdrängungstendenzen untersuchten.

Natürlicher Abwehrmechanismus

Die Forscher stellten fest: Tatsächlich gibt es Zusammenhänge zwischen der Verdrängung und einigen Krankheiten. „Das Unterdrücken unangenehmer Gefühle ist ein allgemeiner Abwehrmechanismus, den jeder Mensch nutzt“, erläutert Marcus Mund, Hauptverantwortlicher der Studie. „Es gibt aber auch Menschen, in deren Persönlichkeit das Prinzip der Abwehr wesentlich verankert ist.“ Diese Eigenschaft nennen Psychologen Repression.
Im Mittelpunkt der Studie standen typische „Represser“ – also Menschen, die negative Gefühle generell unterdrücken. „Diese Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie wenig risikofreudig sind und stets eine hohe Kontrolle über sich und die jeweilige Situation suchen“, so Marcus Mund. Represser sind meist ängstlicher als sie selbst glauben oder zugeben wollen. „Setzt man Represser psychischem Stress aus, so zeigen sie heftige körperliche Angstreaktionen wie Schwitzen oder einen beschleunigten Puls.“

Zusammenhang bleibt unklar

Genau an diesem Punkt beeinflusst die Psyche die körperliche Gesundheit. So besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Repression und einem erhöhten Blutdruck. Für Krankheiten wie Krebs konnten die Forscher dies aber nicht bestätigen.

Die Psychologen betonen, dass viele der Ergebnisse keine Rückschlüsse darüber erlauben, was „Henne“ und was „Ei“ ist: Führt die Verdrängung zu chronischen Krankheiten oder verdrängt man, weil man chronisch krank geworden ist?

News

Warzen bekämpfen – so geht’s
Warzen bekämpfen – so geht’s>

Lästiges Hautproblem

Warzen sind ein häufiges Problem. Vor allem Kinder und Jugendliche bringen sie gerne aus Hallenbädern und Gemeinschaftsduschen mit. Wie wird man sie am besten wieder los?   mehr

Nur ein Kopfkissen beim Glaukom?
Nur ein Kopfkissen beim Glaukom?

Damit der Druck nicht steigt

Beim grünen Star ist es wichtig, den Augeninnendruck zu senken. Dazu gehört nicht nur die regelmäßige Verwendung der verordneten Augentropfen. Offenbar ist es auch besser, beim Schlafen auf ein zweites Kopfkissen zu verzichten.   mehr

Sicher Autofahren mit Diabetes
Sicher Autofahren mit Diabetes

Dem Unterzucker keine Chance!

Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Unfälle beim Autofahren. Das liegt daran, dass es trotz moderner Therapien immer noch zu Unterzuckerung (Hyperglykämie) kommen kann – und dadurch zu Sehstörungen oder Schwindel. Expert*innen haben Tipps zusammengetragen, wie man auch mit Diabetes sicher Auto fährt.   mehr

Hilft die Pille gegen Liebeskummer?
Hilft die Pille gegen Liebeskummer?

Was die Werbung verspricht

Eine Pille gegen Liebeskummer – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Angeblich ist die Wirkung sogar durch eine Studie belegt. Aber halten die Ergebnisse auch einer genaueren Prüfung stand?   mehr

Blasen vorbeugen und behandeln
Blasen vorbeugen und behandeln

Wenn der Schuh drückt

Ob nach einer langen Wanderung oder einem ausgiebigem Shoppingtrip – Blasen entstehen schnell und sind oft schmerzhaft. Das sind die besten Tipps, um Blasen vorzubeugen oder sie schnell wieder zum Abheilen zu bringen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
St. Viktor Apotheke
Inhaberin Heike Nickolay
Telefon 02304/2 20 33
Fax 02304/2 23 00
E-Mail st.viktor-apotheke@t-online.de